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OpenSocial – weder offen noch sozial

Montag, 24. November 2008

Ich habe in den letzten zwei Wochen das erste Mal tiefer in Googles “tolle” API für soziale Netzwerke OpenSocial geschaut und muss sagen: “schön ist was anderes”.

Vor allem die Behandlung der OpenSocial-Mitgliedsplattformen gegenüber Entwicklern empfinde ich bis jetzt als extrem unhöflich. Bei MySpace muss man sich als Entwickler bewerben bekommt aber ggf. nie eine Antwort zurück, sondern darf sich irgendwann wieder neu bewerben. Bei den meisten Plattformen bietet die Sandbox nichtmal Unterstützung für den opensocial-Namensraum an, was allein die Entwicklung von sogenannten Gadgets mit dem entsprechenden Namensraum erlaubt.
Hinzu kommt, dass bestimmte Kernelemente nur optional sind und z.B. die ID des eingeloggten Benutzers über manuelle Requests nachgefragt werden muss. Dies erschwert die Kommunikation mit einer externen Applikation, welche für komplexere Anwendungen notwendig scheint und eigentlich durch eine simple URL-Referenz im Content-Tag möglich sein sollte.
Der dritte Punkt, der mich an OpenSocial stört ist die mangelhafte Dokumentation. Zwar wird im Einleitungsvideo auf der OpenSocial-Seite auf die großartige Dokumentation hingewiesen. Bei spezifischen Problemen lässt diese aber sehr zu wünschen übrig. So springt man permanent zwischen vielen gleichaussehenden Seiten hin und her um dann nach einigen Stunden endlich den notwendigen Link in einen Bereich zu finden, der aus dem Menü nichtmal zu erahnen ist. So findet man z.B. kaum oder gar nicht eine Übersicht über die möglichen Features, wie dynamic-heights, die man einbinden kann bzw. muss.

Für eine API, die – aus meiner Sicht – nur dafür geeignet ist kleine Funapplikationen zu entwickeln haben sich die OpenSocial-Betreiber bis jetzt nicht mit Ruhm bekleckert. Als Alternative zu Facebooks API ist es bis jetzt (immer) noch nicht zu sehen.