Mit etwas verspätung kommt jetzt auch noch Tag 2. (Tag 1 gibt es hier)
Der zweite Tag war etwas unspektakulärer als der Erste. Insgesamt waren die meisten Vorträge entweder ähnlich oder identisch mit denen vom Vortag, oder ich habe mich gründlich in meinen Vorstellungen bezüglich einigen Themen vergriffen.
Monetizing Facebook Applications: Was als großes Thema begann versank für mich nach wenigen Minuten in eine Verkaufsveranstaltung. Leider – denn mich hätte das größere Thema total interessiert: “Wie kann ich auf einer Community-Plattform effektiv Geld machen?”
Bis zu dem Punkt konnte die Session mich nicht mehr halten. Es blieb bei der allgemeinen Frage, die sich wohl jeder Softwareentwickler stellt: “Wie spreche ich potenzielle Nutzer/Käufer an?”
Web der Zukunft – Semantik ohne Metadaten: Einmal schnell “rübergesprungen” in die parallele Session offenbarte sich mir ein wahres Feuerwerk an Wissen und spannenden Ansätzen. Queap stellt sich der Übermacht existierender Suchmaschinen tapfer entgegen. Und zwar nicht mit herkömmlichen oder trendigen Mitteln, sondern mit etwas was es seit Anbeginn der Menschheit gibt. Mit Verstand. Genauer gesagt mit sogenannter “neuronaler Komplexität”. Endlich – zumindest für mich – trifft KI auf SEO.
Leider gibt es die Applikation aktuell nur als Beta-Version, dennoch kann man schon auf dem eigenen Blog einiges von den Machern erfahren.
Tips & Tricks on developing a Webdev company: Tja, wieder ein Vortrag, der die Qualität eines Anästhetikums hat. Auch hier wurde vieles einfach nur wiedergekäut, was man nach 2-3 Monaten in einem relativ beliebigen Startup selbst lernen kann. Dennoch gab es ein paar Kleinigkeiten, die ich für mich als interessant empfand bzw. die für mich eine Bestätigung von Ideen waren.
Vor allem Zeit für Experimente und Transparenz gegenüber Kunden haben es mir hier angetan. Beides habe ich bis jetzt nur bedingt in einem deutschen Startup gefunden. Aufmerksam wurde ich dann gegen Ende auch als das Thema auf die Nutzung von sogenannter “populärer OpenSource-Software” im Produkt kam. Hiervon wurde stark abgeraten, da solche Software meistens große Angriffsflächen böte und man neben dem eigenen Produkt noch ein fremdes mitwarten müsste.
docpool.org: Ein Name, eine URL, ein Produkt. Mehr kann ich im Moment nicht dazu sagen, da ich mich leider gegen diese Session entschieden habe, ich dennoch von der Seite auf den ersten Blick recht angetan bin – werde sie demnächst mal etwas genauer unter die Lupe nehmen
Principles of groups for design and development: Wie koordiniert man Gruppen innerhalb eines Unternehmens oder besser gesagt: Wie nutzt man Gruppenprinzipien oder Gruppenphänomene für das Unternehmen. War ein sehr interessantes Thema, worüber es doch einiges zu diskutieren gab
Das waren meine Sessions am 2. Tag des Barcamps Berlin. Insgesamt ein interessantes Wochenende und habe doch einige alte und neue Bekannte getroffen. Leider sind nur sehr wenige Slides online gekommen: zu den Slides.