Buchempfehlung: Der Termin

Jeder der in der IT-Branche arbeitet, kennt das ewige Dilemma: Sinnfrei angesetzte Fertigstellungstermine, Spezifikationen, die eher der Tagesform einer verschlafenen Weinbergschnecke entsprechen – zäh und planlos – und einen Chef, der meint mit permanentem Druck (auch positivem Druck mit dem Mantra: “Wir sind gut, aber noch nicht gut genug. Wir müssen nochmal zulegen und zwar alle zusammen.”) würde man nach 3 Monaten durcharbeiten irgendein Weltwunder aus den Tränensäcken zaubern.

Das Buch “Der Termin” beschreibt diese und andere Situationen teilweise überspitzt. aber immer so, dass man sich darin wiederfinden kann.

Die Geschichte handelt von einem Softwaremanager – Mr. T. – , der von einem Entwicklungsparadies (ein einfaches Projekt mit scheinbar unendlichen Ressourcen und keinem Endtermin) in ein Worst-Case-Szenario erster Güte rutscht. Mit intelligenten Mitstreitern, vorteilhaften Zufällen und einem unerschöpflichen Vorrat an gutem Willen manövriert er durch (fast) alle Widrigkeiten.

Obwohl das Buch für einen Softwareentwickler bzw. Projektmanager sehr oberflächlich daherkommt und die Zufälle sehr konstruiert wirken um möglichst alle Probleme zumindest angeschnitten zu haben, liest sich das Buch sehr angenehm. Durch das Tagebuch innerhalb der Geschichte, dass der Protagonist schreibt, kann man sich einige Ansätze für das eigene Leben herausziehen und diese gemächlich überdenken oder sofort umsetzen.

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