Archiv für November 2009

Und plötzlich war alles dunkel …

Samstag, 14. November 2009

Ich weiss nicht, was passiert ist, aber nach dem Upgrade von Ubuntu auf 9.10 wurden diverse Entwickler-Tools unbenutzbar. Dabei handelt es sich insbesondere um Anwendungen, die nicht direkt aus dem Ubuntu-Repository stammen. Im Folgenden will ich auf Eclipse und Trac eingehen.

Eclipse 3.5

Nachdem auf GTK+ 2.18 aktualisiert wurde, funktionieren diverse Buttons in Eclipse nicht mehr. Schnell wird man dank Google auf der Suche nach einem Fix bzw. Workaround fündig (Migrating to client-side windows). Offensichtlich ist die Umgebungsvariable GDK_NATIVE_WINDOWS für das Problem verantwortlich. Diese muss auf den Wert true gesetzt werden, damit SWT-basierte Java-Oberflächen (Anmerkung: auch andere Java-Applikationen mit SWT haben das Problem) wieder in altem Glanz erstrahlen.

#!/bin/bash
env GDK_NATIVE_WINDOWS=true <your/eclipse/path>/eclipse

(Den Pfad <your/eclipse/path> bitte an das jeweilige Installationsverzeichnis von Eclipse anpassen.)

Leider ist dies nur ein bescheidener Workaround, denn sobald man Eclipse aus sich heraus neu startet (z.B. nach Upgrades oder Plugin-Installationen) existiert das alte Problem wieder. Genauso, wenn man den Workspace versucht zu wechseln, da sich Eclipse auch hier herunterfährt und neu startet.

Ein richtiger Fix ist für die Version 3.5.2 angedacht bzw. soll in der 3.6 schon integriert sein, welche für die SDK-Variante bereits existiert. Nur für JEE-Developer wird es wohl noch etwas dauern.

Von einem globalen Umsetzen der Variable GDK_NATIVE_WINDOWS wird an diversen Stellen explizit abgeraten. Hier sei aber anzumerken, dass die Eclipse-Installation aus den Ubuntu-Repositories genau das macht. Für alle, die etwas “wagemutiger” sind hier das Startskript mit export.

#!/bin/sh

# work around e#290395 / LP: #458703
export GDK_NATIVE_WINDOWS=true

xuldir=/usr/lib/xulrunner-$(/usr/bin/xulrunner-1.9.1 --gre-version)
LD_LIBRARY_PATH=$xuldir${LD_LIBRARY_PATH:+:$LD_LIBRARY_PATH} <your/eclipse/path>/eclipse
 "$@"

(Den Pfad <your/eclipse/path> bitte an das jeweilige Installationsverzeichnis von Eclipse anpassen.)

Dieses Skript am besten unter /usr/local/bin als eclipse ablegen und alle Links, die vorher direkt auf die Eclipse-Startdatei gegangen sind auf dieses Skript umbiegen.

Trac

Interessanterweise – was die primäre Motivation für diesen Kurzkommentar war – hat es auch das Bugtracking-Tool Trac erwischt. Zum Glück nicht so “heftig” wie Eclipse, aber dafür umso unverständlicher.

Ich habe lokal Trac mittels easy_install installiert gehabt. Nach dem Upgrade auf Ubuntu 9.10 erhielt ich plötzlich auf allen Trac-Seiten einen 500-Fehler. Nach kurzem Suchen fand ich in der error.log-Datei von Apache (Pfad unter Ubuntu: /var/log/apache2/error.log) folgenden Eintrag:

... [error] [client 127.0.0.1] ImportError: No module named genshi, ...

Warum das Modul plötzlich nicht mehr vorhanden war kann ich zum aktuellen Zeitpunkt nicht erklären, aber das war noch nicht das Ende.

Just in dem Moment wo ich mit

sudo easy_install Genshi

das entsprechende Modul installieren wollte, quittierte mir Ubuntu die Nachricht, dass easy_install nicht existiert. Ein kurzer Blick in Synaptic unter python-setuptools bestätigte die Vermutung, dass das Paket nicht installiert war. Ich möchte an dieser Stelle nicht ausschließen, dass es beim Upgrade in der Liste der zu deinstallierenden Pakete dabei war, aber dennoch ärgerlich. Also war auch hier nachinstallieren angesagt.

Zum Glück fügte sich dann alles sehr schnell. Das Genshi-Modul installierte sich ohne Probleme.

Abschließend musste noch der Workaround für einen Bug (http://trac.edgewall.org/ticket/7526) eingebaut werden. Einfach die compat.py im functional/tests-Ordner in testcompat.py
umbenennen und die compat.pyc in compat.pyc.old umbenennen oder gleich löschen.

Blog redesigned … to be continued

Sonntag, 08. November 2009

Wartungsarbeiten sind Arbeiten, die ungnädig und ewig warten, bis man sie macht. So geschehen mit diesem Blog und demnächst auch mit der Webseite http://www.pincservices.de.

Da der Blog seit einiger Zeit Brach lag, musste eine Runderneuerung her. Nachdem die Software auf den aktuellen Stand gebracht wurde, fiel mein Augenmerk auf das Frontend. Ich weiss gar nicht mehr wie viele Jahre das alte Frontend ausgehalten hat, aber ich entschuldige mich hiermit nachdrücklich bei allen, die darunter leiden mussten.
Seit heute morgen erstrahlt der Blog in neuem Gewand und auch die Nutzbarkeit ist – nach eigenen Erfahrungen – erheblich gestiegen. Nebenbei sind diverse “Gimmicks” ins Template geflossen, wobei ich nicht verrate welche.

Dennoch stehen – jetzt, wo man alles lesen kann – die nächsten Umbauten an. Mit der Aktualisierung sind einige Probleme beim Encoding aufgetreten und einige Artikel müssen nochmal visuell nachgebessert werden. Ausserdem fehlen noch einige Zutaten zum “perfekten Glück”.

Ich werd mich dann mal weiter darum kümmern – Also viel Spaß beim stöbern.